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Wie können kleine und mittlere Kanzleien von der digitalen Transformation profitieren?

24. Sep 2018 | Digitale Transformation in der Anwaltskanzlei

Sie kennen das Problem vielleicht: Alle reden, niemand handelt. Dies gilt insbesondere für die digitale Transformation von Kanzleien.

Wenn man sich in der Fachpresse umsieht, ist die digitale Transformation der Rechtspraxis ein heiß diskutiertes Thema, aber oft nur aus der Perspektive der Bedrohung.

In diesem Blogbeitrag möchte ich Ihnen zwei Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie den Weg für die Umsetzung der digitalen Transformation in Ihrem Unternehmen ebnen können.

Haben Sie das bemerkt?

Wenn man sich in der Fachpresse umsieht, ist die digitale Transformation der Rechtsgeschäfts in aller Munde, aber oft nur aus der Perspektive der Bedrohung. Was fehlt, sind konkrete, praktikable Konzepte, mit denen ein Jurist den Weg der Digitalisierung einschlagen kann.

Ja, das Thema Digitalisierung ist ein heiß diskutiertes Thema, und es handelt sich oft um eine Art religiösen Streit. Der britische Anwalt Richard Susskind gilt als das Enfant terrible seiner Gilde und lässt mit seinen Zukunftsprognosen regelmäßig die Köpfe seiner Kollegen rot werden. Zu ihrem großen Missfallen hatte er oft Recht in der Vergangenheit. Werfen Sie einen Blick auf diesen tollen Artikel der führenden Schweizer Zeitung „Neue Zürcher Zeitung“.

Wie kann eine kleine Anwaltskanzlei die digitale Transformation in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln?

Die digitale Transformation der Rechtsberatung schafft aber auch Chancen – und es gibt große Chancen. Aber warum ist es so schwierig, sie zu erkennen und in Ihrem eigenen Unternehmen umzusetzen? Wie können insbesondere kleine und mittlere Kanzleien von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren, ohne ein eigenes Legal Tech Startup gründen zu müssen?

In diesem Blogbeitrag möchte ich Ihnen zwei Möglichkeiten aufzeigen, wie Sie den Weg für die Umsetzung der digitalen Transformation in Ihrem Unternehmen ebnen können. Darüber hinaus können Sie hier die Checkliste „Die digitale Transformation in der Kanzlei – sieben bewährte Schritte zur schnellen Umsetzung“ kostenlos herunterladen. Damit Sie heute anfangen können.

Digitale Transformation bedeutet für Juristen auch, vermeintlich vertraute Konzepte wieder zu lernen – oft von Grund auf

Warum ist das so? Bevor wir auf das Thema eingehen, möchte ich zwei Punkte im Voraus ansprechen. Es ist wichtig, sie richtig zu verstehen.

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Erstens, in den folgenden Abschnitten werden wir über Begriffe wie „Geschäftsmodell“ oder „Marketing“ sprechen. Natürlich kennen Sie diese Konzepte, oder? Die dahinter stehenden Prinzipien haben jedoch im Rahmen der Digitalisierung eine neue Bedeutung erhalten.

Insbesondere das Marketing hat einen echten Paradigmenwechsel durchlaufen, der zu einer völlig anderen Einstellung zum digitalen Marketing geführt hat – wenn man es richtig angeht.

Nur sehr wenige Anwälte sind sich dessen bewusst, und das ist wahrscheinlich einer der Hauptgründe, warum viele Anwälte die digitale Transformation der Kanzlei so schwierig finden.

Zweitens kennen Sie vielleicht den Begriff „Mindset“. Es drückt im Wesentlichen aus, wie wir uns an eine Realität anpassen, buchstäblich wie wir unseren Geist anpassen. Die Digitalisierung kann nur gelingen, wenn man die richtige Einstellung hat.

Auch hier gilt: Die ungeeignete Denkweise ist ein wesentlicher Grund, warum so viele Kanzleien die Digitalisierung als primär geschäftsschädigend empfinden.

Veränderungen nützen nur denen, die auf sie vorbereitet sind.

Louis Pasteur

Französischer Mikrobiologe aus dem 18. Jahrhundert

Lassen Sie es mich mit den Worten von Louis Pasteur sagen, dem Mitbegründer der medizinischen Mikrobiologie im 19. Jahrhundert. Auch er lebte in einer Zeit, in der die zunehmende Industrialisierung ganze Geschäftsfelder disruptiv umpflügte. Aber – er war einer von denen, die die Möglichkeiten erkannt hatten.

Mit seinen Forschungen leistete er einen wichtigen Beitrag zum Fortschritt der Menschheit, und wir verdanken ihm den Prozess der Pasteurisierung. Er hat es so ausgedrückt: „Veränderungen nützen nur denen, die auf sie vorbereitet sind“.

Die beiden Hebel der digitalen Transformation können Sie schnell umsetzen: Das Geschäftsmodell und das Marketing

Unter Digitalisierung versteht man oft die digitale Verbesserung bestehender Geschäftsprozesse. Das ist in Ordnung, hat aber nichts mit der digitalen Transformation zu tun. Erstere ist lediglich eine klassische Optimierung, wie es Unternehmen seit Jahrhunderten tun.

Es wird wirklich interessant, wenn wir auf die Ebene des Geschäftsmodells gehen. Typische Beispiele dafür sind juristische Technologieunternehmen. Das Legal-Tech Startup www.flighright.de ist ein Beispiel dafür.

Lassen Sie uns einen sehr grundlegenden Blick auf deren Geschäftsmodell werfen:

Erstens: Spezialisierung auf eine sehr klar abgegrenzte, kleine Nische: Finanzielle Entschädigungen im Flugverkehr (das ist Positionierung).
Zweitens: Automatisieren aller Prozesse so weit wie möglich (das ist Automatisierung).
Drittens: Sicherstellen, dass die Fluggäste auf diesen Service aufmerksam gemacht werden (dies ist Marketing).

Ok, jetzt stellt sich natürlich die Frage: Was können Sie tun, um Ihr Geschäftsmodell auf eine neue Basis zu stellen?

Was können Sie tun, um Ihr Geschäftsmodell auf eine neue Basis zu stellen?

Nehmen Sie die strategische Entwicklung Ihrer Kanzlei ernst.

Ja, ich weiß, dass die meisten Anwälte keine Zeit für Aktivitäten haben, die sich nicht direkt auf die Einnahmen auswirken. Um ehrlich zu sein: Bisher haben sie in einer sehr komfortablen Position gelebt, dies nicht tun zu müssen.

Dieses Zeit-Umsatz-Modell, bei dem die Zeit auf Stundenbasis in Einnahmen umgewandelt wird, verläuft jedoch schleppend. Ihre eigene Zeit ist begrenzt, und die Stundensätze geraten mit dem Aufkommen juristischer Technologieunternehmen unter Druck.

Aber hier kommen die guten Nachrichten.

Das Gute daran ist, dass die Digitalisierung Ihnen die Möglichkeit bietet, Ihr Know-how in skalierter Form auf den Markt zu bringen. Mit anderen Worten, Sie können das oben genannte Zeit-Umsatz-Modell verlassen. Hier liegt die große Chance – so wird eine echte Skalierung möglich, auch für kleine Kanzleien.

Wie genau funktioniert das? Das ist es, was Sie im nächsten Blogbeitrag lesen können.